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Dauer & Zeit und Frist

13 kurze Feststellungen bagonalistischer Prägung über das suspekte Wesen der Zeit.

Jeden Monat eine neue Auseinandersetzung

 

IfBag.’14-E (IV. Staffel) 80 <Mai>

 

 

Wiege, Bahre & Formulare

Zeitgenossen pflegen Zeitungen zu lesen. Diese stellen dringende Momente dar. Der Jahreskalender muss immer frisch sein, denn er dauert ja nur von Januar bis hierher – darüberhinaus sind abweichende Berechnungen apokryph.

Wir werden vorwiegend von legalen Zahlen gefesselt und mitgezogen.

Zu Wüsten in Mengen verronnen, verschwindet prunklos das Abgezählte im Treibsand der Vergangenheit – der Poet versucht, die Lage zu beschwichtigen, aber der Ernst der Sache führt zur Schlussfolgerung, dass die Wüsten die Sanduhren der Zeit sind.

Der Kalender protokolliert. Verlorene Zeiten sprechen Bände über Termine, die ständig zur Aktualisierung der Öde beitragen. Zeitungsenten schnattern vielen Zeitgenossen ins schlichte Gemüt und sagen Unbedingtheit voraus.

Der Alltag ist zwar gesichert, aber Verlass ist bloß noch auf die chronische Beständigkeit der entschwindenden Augenblicke des Glücks.

Dauer & Zeit und Frist

13 kurze Feststellungen bagonalistischer Prägung über das suspekte Wesen der Zeit. Jeden Monat eine neue Auseinandersetzung

IfBag.’14-D (IV.Staffel) 79 <April>

Dauerzustand, Zeitspanne & Stillstand

Haben wir Zeit? Kaum! Aber die Zeit hat uns. Sie ist unser Schicksal. Zaudern wir dennoch nicht länger, dem Zeitgeschehen auf die Schliche zu kommen. Alles ist eine Frage der Zeit, obwohl auch sie, angesichts der zu erwartenden Antwort, fraglich erscheint. Was stellt sie sich eigentlich vor – nach wie vor? Die Zeit wiederholt sich doch ständig und verspricht dauernd: Später, später, später…

Wäre die Unaufhörlichkeit befristet, so hätte sich die Fortdauer kaum über Äonen erstrecken dürfen; und die Zeit wäre handlicher.

Aber nein, sie dauert ewig und dauert und dauert, und lässt Antiquitäten heranreifen – eine Langfristigkeit, die sich hätte lohnen sollen – doch leider beschränkt uns anhaltender Zeitmangel auf die Gegenwart. Die Zeit mag an und für sich lang sein, aber ihre Länge artet bloß in andauernden Selbstzweck aus.

Da gibt es nur eins: Bremsen, verzögern – nicht los lassen, wenn es um das eigene Schicksal geht. Und immer wieder das Zeitliche prophylaktisch segnen; bis jemand die Zeitfrage zu beantworten versteht.

Dauer & Zeit und Frist

13 kurze Feststellungen bagonalistischer Prägung über das suspekte Wesen der Zeit. Jeden Monat eine Auseinandersetzung!

 

IfBag.’14-C (IV.Staffel) 78 <März>

 

Zeitkunde, Ladenschluss & Gnadenfrist

Die Zeit brachte es nur deshalb zum eigenen Begriff, weil es den Umgang auf Dauer nach einer Währung gelüstete – Stunden> Minuten> Sekunden. Es zählt sich aus. Allerdings zeigte sich, dass der Zeitwert vor allem von den Sekunden (diesen gierigen Termiten) zielstrebig aufgefressen wird. Arme Dauer! Die Zeit hat die Termiten. Knappheit droht!

Diese Währung gilt seit Anbeginn als von Inflation befallen und muss fortwährend an kontinuierlich steigender Minderung leiden – so die Befürchtung.

Lösungen, Entscheidungen müssen her! Was tun?

Wenn wir mit der Zeit gehen sollten, sind wir auch nicht mehr von Dauer – und schauen ganz schön alt aus, wie festzustellen ist. Allerdings kommt es uns vor, als dürften wir über ein virtuell lockeres Zeitkonto verfügen. Auch wenn es von Schädlingen laufend über Gehabt-Haben zu Soll dezimiert wird, sind wir trotz allem halbwegs flüssig im habituellen Umgang damit; jedenfalls solange die uns eingeräumte Galgenfrist das Konto nicht löscht.

Zeitlos sein ist das bessere Los.

Dauer & Zeit und Frist

13 kurze Feststellungen bagonalistischer Prägung über das suspekte Wesen der Zeit.

Jeden Monat eine Auseinandersetzung!

 

IfBag.’14-B (IV.Staffel) 77 <Februar>

Schneckentempo, Dauerlauf & Auszeit

Das Gewesene ist gewesen ehe sich das Ungewesene zu werden bemüht haben würde. Die werdende Zeit wird erst gewesen sein, wenn in gewordenen Zeiten das Gewesene west.

Fazit: Nichts war, bevor es nicht wurde.

Dennoch stellt der Übergang zwischen WAR und WIRD ein Hindernis dar. Wie das? Zeit gleitet zwar über das Gewesene ins Werdende hinüber, stolpert aber dauernd über das Akute. Das Dasein scheint der Zeit lästig zu sein.

Möge sich doch das brisant Hastige bleiern dahinschleppen und nicht eisern auf SCHLUSS beharren. Vergebens! Uhrwerke verlegen ständig ihre Sekunden, zählen geizig die Minuten und schlagen stündlich um sich. Der Versuch, das JETZT zu ebnen und auszudehnen, ist demnach zum Scheitern verurteilt.

Punktuelle Anwesenheit ist absurd – behauptet das Kommende.

Dauer & Zeit und Frist

13 kurze Feststellungen bagonalistischer Prägung über das suspekte Wesen der Zeit

Jeden Monat eine neue Auseinandersetzung

IfBag.’14-A (IV.Staffel) 76 <Prolog + Januar>

 

Vor- & Nachwort, Querzeit

DIE ZEIT – sicherlich ein Hirngespinst, völlig aus der Dauer gegriffen um Fristen durchzusetzen. Bis in alle Ewigkeit dauert die Zeit nur, solange sie vergeht – darüber hinaus gibt es das Ding Zeit nicht. In Zahlen zerlegbar und ohne erkennbaren Nachschub vertickt sich die Zeit. Nimmt sie ab, nimmt sie zu?

Die Zeit stellt eine Ewigkeit aus der Sicht eines Augenblickes dar.

Der Augenblick selbst kann eine Ewigkeit dauern.

Mit sich selbst verglichen dauert die Ewigkeit bloß einen Augenblick!

Dauer, Zeit, Frist – alles lästige Daseinsbegleiter, die den Schlaf jedoch kaum beunruhigen dürften, denn im Traum wird Zeit, Dauer und Frist in großer Menge überwunden. Im Traum wird zwar das Sein verpulvert, aber auch beflügelt. Im Traum überfliegen wir Zeiten, die niemals stattfinden.

Wie man es auch dreht, die diversen Betrachtungswinkel bezüglich des Phänomens ZEIT sind stets Träger von PRO oder KONTRA. Das Institut für Bagonalistik versucht, mit Hilfe diverser Querbeobachtungen die chronische Widersprüchlichkeit dieser Wesenheit darzulegen.

Davor, Jetzt & Danach

Wenn heute gestern morgen war, wo bleibt das JETZT?

Was hat denn überhaupt Bestand? Ja, was ist dieses so genannte JETZT?

JETZT stellt den alles zu vergegenwärtigen bemühten Augenblick dar, den es nicht gibt. Endlos im Einsatz überschlägt sich das JETZT gleich nach seiner Entstehung, um Anhäufungen von Gegenwart zu unterbinden.

Was für eine Verschwendung von Plötzlichkeit!

Dennoch präsentiert sich JETZT als Moment einer Vergangenheit zu werden drohender Zukunft.

Steter Tropfen läppert sich zusammen und bildet unser JETZT. Mehr ist nicht drin.

Quintessenz (Definition 162):

Die ZEIT ist Gottes aufschlussreichste Leistung hinsichtlich Festlegung eigener Erschaffung – die Entstehung des Bagonalismus schlechthin.

 

Aderlass Schwanensee ENDE

(Comic Blog à la Bago – eine lachhafte Geschichte in Wort, Bild und in der Tat) von und mit Nicolai Sarafov; Fotografie, Choreographie, Regie und Maske – Angela Sarafov; Text Überwachung – Andrea Bischhoff; Digitale Betreuung – Carsten Abelbeck; virtuelle Bild-Schirmherrschaft – Jörgen Geerds u.a

 

Bag-ZN, AS-37 (BF)3 75 < Epilog >

 

Was vorhin geschah:

Ein zutiefst depressiver Staubsauger gab seiner Enttäuschung Ausdruck, indem er kurzerhand den hängenden Fetzen in sich aufsaugte, und somit ein unsauberes – dennoch gelöstes – Problem aus der Welt schaffte. Allerdings blieb der Zweifel hängen, ob nicht Novak sich dabei getäuscht hatte, denn ein Nix bleibe immer Nichts. Poirot hatte den Fall genussvoll aufgeklärt und verneigte sich vor dem Publikum, welches nach und nach auf die Bühne kam und sich ebenfalls verneigte. Mit von der Partie waren auch alle Teilnehmer in dieser Geschichte und alle verharrten in verneigter Stellung vor dem entleerenten Saal.

Zum Schluss ist ein ENDE zu setzen.

Aderlass Schwanensee

(Comic Blog à la Bago – eine lachhafte Geschichte in Wort, Bild und in der Tat) von und mit Nicolai Sarafov; Fotografie, Choreographie, Regie und Maske – Angela Sarafov; Text Überwachung – Andrea Bischhoff; Digitale Betreuung – Carsten Abelbeck; virtuelle Bild-Schirmherrschaft – Jörgen Geerds u.a

 

Bag-ZM, AS-36 (BF)3 74 < Der verlorene Staubsauger findet zurück >

 

Was vorhin geschah:

Seitens Poirots folgte eine respektvolle Vorstellung seiner Opponentin, zugleich Kollegin, die ihrerseits um Erlaubnis einer Demonstration ihrer Zauberkünste bat. Die gesamte Aufmerksamkeit im Saal galt der exklusiven Vorführung einer entlarvten Geheimagentin – der ehemaligen Gattin aus Goldzwergs wilder Scheinehe – Agatha Bauer. Effektvoll verschwand diese aber hinter einer Rauchwolke, aus welcher ein Wäschestück auf einem Kleiderbügel in der Luft hängen blieb, mit der Aufschrift „Nix Andwiedernix lässt grüßen“. Anschließend gab Poirot zu verstehen, dass dies noch nicht das endgültige Ende sei.

Ende der Episode 36. In der nächsten wird ein Epilog mit Happy End vermutet.

Fortsetzung folgt.

 

Aderlass Schwanensee

(Comic Blog à la Bago – eine lachhafte Geschichte in Wort, Bild und in der Tat) von und mit Nicolai Sarafov; Fotografie, Choreographie, Regie und Maske – Angela Sarafov; Text Überwachung – Andrea Bischhoff; Digitale Betreuung – Carsten Abelbeck; virtuelle Bild-Schirmherrschaft – Jörgen Geerds u.a

 Bag-ZL, AS-35 (BF)3 73 < Opfer der Illusionen >

 

Was vorhin geschah:

Poirot war richtig in seinem Element: Langes Vorspiel, bevor er die Katze aus dem Sack ließ. Zunächst erfuhr das Publikum durch Brumm-Brumm Clackson, dass der Rote Faden tatsächlich zweckentfremdend worden war, und zwar von jemandem, der sich mit Zauberei ausgekannt haben musste. Das magische Wort MUTABOR soll dabei vorsätzlich eingesetzt worden sein. Darauf demonstrierte Poirot bildhaft anhand einer Matrjoschka, dass hinter Kravutkins Gestalt noch weitere Enthüllungen zu erwarten seien. Schließlich kam auch die nächste Wahrheit ins Rampenlicht: die berüchtigte Geheimagentin des KGBE und kurzfristige Ehefrau von Sir Richard P. Goldzwerg Agatha Bauer.

Episode-35

Ende der Episode 35. In der nächsten wird gezaubert.

Fortsetzung folgt.

Aderlass Schwanensee

(Comic Blog à la Bago – eine lachhafte Geschichte in Wort, Bild und in der Tat) von und mit Nicolai Sarafov; Fotografie, Choreographie, Regie und Maske – Angela Sarafov; Text Überwachung – Andrea Bischhoff; Digitale Betreuung – Carsten Abelbeck; virtuelle Bild-Schirmherrschaft – Jörgen Geerds u.a

Bag-ZK, AS-34 (BF)3 72 < Drastische Enthüllungen >

 

Was vorhin geschah:

Nach der Begeisterung kamen Aufregung, Betroffenheit und Verwirrung. Kravutkins Tod war scheinbar eine nicht vorgesehene Überraschung. Nach der allgemeinen Verunsicherung und dem Getue vor und hinter den Kulissen, legte sich allmählich die gröbste Aufregung. Als Verputi erneut das Mikrophon ergriff, saßen schon alle auf ihren Plätzen. Er reichte das Wort weiter an Poirot, dessen große Stunde schließlich gekommen zu sein schien. Was dem Leser schon seit geraumer Zeit bekannt war, offenbarte Poirot nun den Anwesenden im Saal: Der auf der Bühne aufgestellte Sarg war erwartungsgemäß leer und Verputi alias Kravutkin stellte nur den Beginn der Enthüllungen dar.

Ende der Episode 34. In der nächsten wird gezaubert.

Fortsetzung folgt.

Aderlass Schwanensee

(Comic Blog à la Bago – eine lachhafte Geschichte in Wort, Bild und in der Tat) von und mit Nicolai Sarafov; Fotografie, Choreographie, Regie und Maske – Angela Sarafov; Text Überwachung – Andrea Bischhoff; Digitale Betreuung – Carsten Abelbeck; virtuelle Bild-Schirmherrschaft – Jörgen Geerds u.a

 

Bag-ZJ, AS-33 (BF)3 71 < Poirot bekommt alles in Griff >

 

Was vorhin geschah:

Endlich war es so weit! Der denkwürdige Abend wurde eröffnet, inklusive Presse und sonstigen Medien. Verputi begab sich auf die Bühne, ergriff das Mikrophon und kündigte die lang erwartete Ballett-Performance an: Nach etlichen Jahrzehnten endlich wieder einmal „Schwanensee“ mit Olga! Es war eine glänzende Vorstellung. Der Applaus weigerte sich ein Ende zu erfahren. Insbesondere schien Kravutkin von der Darbietung enorm angetan gewesen zu sein, der inmitten der allgemeinen und vor allem seiner eigenen Begeisterung plötzlich ziemlich unerwartet verendete. Hercule Poirot stellte seinen Tod fest. „Die Tragik ist Bestandteil der Theatralik“ war sein zweideutiger Kommentar zu diesem endgültigen Anlass.

Ende der Episode 33. In der nächsten wird der Sachverhalt weiter strapaziert.

Fortsetzung folgt.

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